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Das Projekt Mission 2000+
Seit 1920 ist die Uhlandshöhe eine gute Adresse in Sachen Astronomie. Durch die idyllische Lage in einem Park und über dem Talkesel der Landeshauptstadt werden die Führungen nur weniger von den Lichtern der Großstadt gestört. Die zentrale Lage in der Großstadt erleichtert den Interessierten zu jeder Jahreszeit einen Besuch auf der Sternwarte.
Um auch künftig dem Universum ein Stück näher sein zu können, plant der Verein, die in die Jahre gekommene Anlage zu modernisieren und zu erweitern. Ein 14 Meter hoher Zwillingsturm zum bestehenden Bau mit einer Kuppel von 7,50 Meter Durchmesser soll der neue Standort für ein leistungsstarkes 80-cm-Spiegelteleskop sein.
Gründe für den Anbau
Drei gute Gründe sprechen für die dringend notwendige Erweiterung der Fernrohranlage der Schwäbischen Sternwarte e.V. auf der Uhlandshöhe:
- Größeres Fernrohr mit 80 cm Öffnung
- Mit einem leistungsstaren Teleskop soll die Lichtverschmutzung in Stuttgart kompensiert werden.
- Eine Führung auf der Sternwarte muss zu einem emotionalen, bewegenden Ereignis werden.
- Wir wollen der in den letzten Jahren stark gestiegenen Erwartungshaltung der Besucher gerecht werden.
- Die Astronomie ist in der Öffentlichkeit eine sehr populäre Wissenschaft und verbindet Jung und Alt. Deshalb wollen wir das Interesse und die Neugier an Wissenschaft, Forschung und Technik weiter wecken, besonders bei der Jugend.
- Wir wollen Wissenschaft, Forschung und Technik näher an die Menschen bringen. Zusammen mit unserem aktuellen Führungsteleskop aus dem Jahr 1911 wollen wir Geschichte der Teleskoptechnik präsentieren.
- Geschäftsstelle des Vereins auf der Sternwarte (kurze Wege für die ehrenamtlich Tätigen)
- Verbesserte sanitäre Einrichtungen auf der Sternwarte für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Die Architektur
Ein dreigeschossiger Zwillingsturm mit einer 7,50 Meter im Durchmesser breiten Kuppel soll architektonisch die Verbindung zum bestehenden Gebäude darstellen. Sandsteinverschalt bildet der Anbau das moderne Gegenstück zum ersten Turm. Eine auffahrbare, drehbare und aus nicht reflektierendem Material gebaute Kuppel schützt das neue Herzstück der Sternwarte - ein 80 cm - Spiegelteleskop. und bietet Platz für 50 Personen bei den Führungen am Fernrohr.
Um möglichst große Räume in einem Turmgebäude zu erhalten wurde der Grundriss mit einer aussteifenden Wand zweigeteilt. Der größere Bereich soll in den einzelnen Etagen als Besprechung oder Büroraum genutzt werden. Die Räume nehmen mehr als den Halbkreis des Grundrisse ein und können dadurch das Raumgefühl in einem Turm zu sein gut vermitteln. Durch eine großzügige schlitzartige Öffnung vom Eingang bis zum Kuppelrand werden die Räume ausgezeichnet belichtet. In der Nacht werden die Fenster zur Vermeidung von Streulicht nach außen abgedunkelt.
Der kleinere Bereich des Grundrisses nimmt die 51-stufige Treppe als erschließendes Element auf. Der Weg zum Teleskop soll bereits als Ausstellungsfläche genutzt und wahrgenommen werden. Der Wunsch zum Verweilen, Kontaktieren und neues Erfahren wird eine Plattform geboten. Besucherströme, wie an Veranstaltungen z.B. "Kulturnacht", an denen sich der Verein Schwäbische Sternwarte e.V. stark engagiert, können sich vorab informieren, über die aktuellen Geschehnisse und die Geschichte der Sternwarte durch Ausstellungsflächen im Treppenhaus und haben, durch Fensteröffnungen den Bezug nach außen und gelangen dann zum Ziel, einen Blick durch das Teleskop in den Sternenhimmel.
In diesem Treppenhaus sollen die Stuttgarter Sterntaler hängen- Sterne aus Edelstahl die auf lange, lange Zeit all die Spender erwähnen, die diesen Neubau mit ermöglicht haben.
Isoliert stehend und mit 14,67 Meter Höhe den ersten Turm überragend bildet der Anbau eine neue Landmarke für den Stuttgarter Osten.
Das Teleskop
Um den Besuchern die Himmelsobjekte wieder eindrucksvoll präsentieren zu können, soll ein Teleskop der "State of the art" die Lichtaufhellung der Stadt Stuttgart ausgleichen. Dieses Ideal-Teleskop weist dazu folgende Eigenschaften auf:
- Punktgenaue Positionierung ohne aufwendige Neukalibrierung auf die gewünschten Himmelsobjekte.
- Extrem präzise Nachführung über einen Zeitraum von mindestens 5-10 Minuten ohne Nachführkorrektur.
- Keine umständliche Leitsternsuche bei aufgehelltem Himmel.
- Einfach und schnell aufgenommene und ansprechende digitale Farb-CCD-Aufnahmen, die Besucher demonstrieren sollen, wie moderne Großsternwarte heute Forschung betreiben.
- Komplette Fernsteuerbarkeit aus einem seperaten Kontrollraum oder über das Internet.
- Abarbeitung von Objektlisten je nach optimaler Sichtbarkeit mittels einer Computersteuerung.
- Hohe Betriebssicherheit
- Elektronische Nachführung mittels einer Computersteuerung mit
hohe Positioniergenaugkeit schnelle Positionierung Betriebssicherheit hoher Automatisierungsgrad kundenspezifisch erweiterbar Kompatibilität mit gängiger Astrosoftware wie TheSky etc.
soll zum automatischen Anpositionieren der eingegebenen Himmelsobjekte dienen.
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